< home
| > English
< back / Archiv
< back / Index


© Maria Kriwanek-Schober


Auf Teufel, komm raus!
oder: Aloisia Schinkenmaiers Fahrt in die Hölle
eine Kooperation von Barbara Kraus und Nadia Lauro
Do., 5.11.2009, bis Sa., 7.11.2009, - 20 Uhr / >>
brut im Künstlerhaus

In ihrer neuen Arbeit beschäftigt sich Barbara Kraus mit den Energien und Möglichkeiten des Wahnsinns und den Phänomenen religiöser Besessenheit. Auf ihrer Suche nach dem/der „Besten Bösen“ entwirft sie auf der Grundlage der sieben Todsünden ein Höllencasting für das Publikum, bei welchem dieses die einmalige Gelegenheit erhält, mit den eigenen Dämonen in Kontakt zu treten und endlich Freundschaft mit ihnen zu schlieszen.

Bei Shakespeare heiszt es: „Die Hölle ist leer, alle Teufel sind hier!“ Nicht so in der Welt von Aloisia Schinkenmaier. Ihr Teufel kann nur in der Hölle sein, da ist sie sich ziemlich sicher. Ausgetrieben haben sie ihn ihr als sie noch ein Kind war, und jetzt, vierzig Jahre später, erinnert sie sich und fragt sich, wo ihr Teufel geblieben ist. Er fehlt ihr nämlich. Ihre Kräfte als Medium lassen langsam nach, und deshalb macht sie sich auf den Weg in die Hölle, um ihren Teufel zu finden...

„Die Hölle, das sind die Anderen,“ in diesem Fall das Publikum, das sich in dem von der bildenden Künstlerin Nadia Lauro gestalteten, film-ähnlichen Szenario befindet und nichts ahnend auf eine Performance von Barbara Kraus wartet. Stattdessen kommt Aloisia Schinkenmaier, ein österreichisches Medium mit dissoziativer Persönlichkeitsspaltung. Herr Vukic, der als Höllenpianist herhalten muss, um gute Stimmung zu verbreiten, hat schlechte Laune und schon bessere Tage gesehen. Alles in allem, vielleicht weniger furchteinflöszend als die schlimmsten Albträume aus längst vergangenen Kindertagen, wo für Aloisia die Hölle ein blutrotes, brennendes, gequältes, dunkles Etwas ohne Ende war.

„Auf Teufel, komm raus!“ ist die Erzählung eines umgekehrten Exorzismus, der Versuch einer Heimholung und Integration des Verteufelten in Form eines finalen, grotesken Höllentanzes - als Abgesang und Parodie auf lebensverneinende religiöse Ängste.

„Geh an die Orte, die Du fürchtest!“

Am 6. November findet im Anschluss an die Vorstellung ein Gespräch mit Lisa Haberkorn und Martin Tiefenthaler statt.



© Martin Tiefenthaler

Medium Aloisia Schinkenmaier
Böser Zwerg Ignaz Unterwiener
Höllenpianist Herr Vukic

Performance >> Barbara Kraus
Performance Fabian Udulutsch
Performance Renate Leisten
Performance Asmodeus/Kuh Meirav Elchadef
Performance Beelzebub/Schwein Claudia Heu
Performance Luzifer/Pferd Ursula Napravnik
Performance Leviathan/Hund Mike O´Connor
Performance Mammon/Frosch Christian Polster
Performance Belphegor/Ziege Stefanie Wittmann
Performance Satan/Bär/Chefteufel Martin Leitner
Performance Satan/Bär/Gehilfe Andrea Schmidt

Konzept >> Barbara Kraus
Raum/Installation Nadia Lauro
Kostüm Wiltrud Derschmidt
Musik Fabian Udulutsch
Dramaturgie/Recherche Renate Leisten
Dramaturgie/Stückentwicklung Christian Suchy
Künstlerische Beratung Jack Hauser
Video fishy
Grafik
IDIIDIIIDesign
Projektleitung
Martin Leitner & das Schaufenster

Eine Koproduktion von Barbara Kraus und >> brut Wien. Mit Unterstützung der >> Kulturabteilung der Stadt Wien.

 

 
Aloisia Schinkenmaier trifft den Satan

das Medium Aloisia Schinkenmaier
der Satan Bär

Konzept Barbara Kraus
Performance Barbara Kraus und Martin Leitner
Video fishy