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ich bin ich  „Wer bist denn Du?“ … „Ich bin ich!“
© Susi Weigel


ich | open call
Residency und Workshop im Rahmen von ImPulsTanz 2022

Residency und Workshop: 18. – 22.07.2022
Showing: 23.07.2022
Kontakt: opencall@dasschaufenster.at


Für das Performanceprojekt ich laden wir Menschen mit und ohne Trisomie 21 ein, ihre Erfahrungen im Leben mit Downsyndrom künstlerisch auszudrücken.

Für den im Sommer beim >> ImPulsTanz - Festival startenden Prozess bietet das Schaufenster den Teilnehmer*innen in künstlerischen Residencies und Workshops Raum, in ihrer eigenen Sprache ihre Biografie zu erzählen, sich ihrem Verständnis von „ich“ anzunähern und im gemeinsamen Erleben mit dem Publikum über Beziehung, Gemeinschaft und Gesellschaft nachzudenken, um so ihre Gedanken, Wünsche und Bedürfnisse sichtbar zu machen.

Vom 18. – 22. Juli 2022 laden wir ein, gemeinsam mit den Künstler*innen Ian Kaler (Tänzer und Choreograf),  Stephanie Rauch (bildende Künstlerin und Bühnenbildnerin), Sebastian Bauer (Musiker) und Hannes Wurm (Regisseur) im erfahrenen und lebendigen Kontext des ImPulsTanz-Workshop-Festivals erste Erfahrungen zu teilen, künstlerisch aktiv zu werden und selbstverständlich auch, miteinander Spaß und Freude zu haben. Am 23. Juli gibt es die Gelegenheit, in einem Showing unsere ersten Versuche mit einem interessierten Publikum, Freund*innen und Festivalgästen zu teilen.

 

Mehr zum Performanceprojekt ich

Den künstlerischen Leiter*innen Hannes Wurm (Inszenierung), selbst Vater eines mittlerweile vierjährigen Mädchens mit Trisomie 21, und Chris Standfest (Dramaturgie) geht es in diesem Projekt darum, im ästhetischen und künstlerischen Denken und Handeln einen gemeinsamen Entwicklungsprozess zu gestalten und untereinander wie auch mit dem Publikum zu teilen. Dabei werden die Teilnehmer*innen von in der freien Theaterszene etablierten Künstler*innen aus den Sparten Performance, Tanz, Schauspiel, bildende Kunst und Musik begleitet, wie beispielsweise Sebastian Bauer, Andreas Hamza, Jack Hauser, Ian Kaler, Franzi Kreis, Stephanie Rauch, Jakob Semotan, Yosi Wanunu u.a. (>> zu den Biografien).

Im Jahr 2022 finden drei einwöchige Residencies und Workshops (Details siehe unterhalb) statt, die sich an den unterschiedlichen Künsten orientieren und an deren jeweiligen Ende ein Showing geplant ist. Die täglichen Arbeitszeiten von maximal vier Stunden werden dabei so weit wie möglich flexibel gestaltet und den Bedürfnissen der Akteur*innen angepasst. Im Frühjahr 2023 wird dann gemeinsam eine Performance erarbeitet, in der die Entwicklung des Projekts am 21.3., dem Welt-Down-Syndrom-Tag 2023, erstmals gesamt präsentiert werden soll. Das Projekt wird von der Stadt Wien / Kultur gefördert.

Interessierte können an einer oder mehreren der Residencies und Workshops teilnehmen, die Teilnahme ist kostenlos. Bewerbungen senden Sie bitte mit einem kurzen Motivationsschreiben (wenn gewollt und max. 500 Zeichen) und der Angabe der Kontaktdaten (Name, Telefonnummer und e-mail Adresse) an opencall@dasschaufenster.at. Genaue Termine (Ort und Uhrzeiten) werden noch bekannt gegeben. Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung – Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

Residencies und Workshops 2022

Juli 2022 / >> ImPulsTanz - Festival
mit Ian Kaler (Tanz), Stephanie Rauch (bildende Kunst) und Sebastian Bauer (elektronische Musik)
Residency und Workshop
: 18. – 22.07.2022 / jeweils 10:30 - 14:30
Showing: 23.07.2022
/ 16:00
Ort: Probebühne Schauspielhaus, >> Klährgasse 2, 1120 Wien

September 2022 / >> Im_flieger
Jack Hauser (Performance), Hannes Wurm (Visuals) und Andreas Hamza (instrumentale Musik)
Residency und Workshop
: 26. – 30.09.2022
Showing: 01.10.2022

November 2022 / N.N.
N.N. (Text), Yosi Wanunu & Jakob Semotan (Schauspiel/Sprech- & Musiktheater) und N.N. (vokale Musik)

Kontakt
opencall@dasschaufenster.at

 

ich | Credits

künstlerische Leitung Hannes Wurm (Inszenierung), Chris Standfest (Dramaturgie); begleitende Künstler*innen Sebastian Bauer (elektronische Musik), Andreas Hamza (instrumentale Musik), Jack Hauser (Performance), Ian Kaler (Tanz), Franzi Kreis (Dokumentation/Fotografie), Stephanie Rauch (bildende Kunst), Jakob Semotan (Schauspiel/Musiktheater), Yosi Wanunu (Schauspiel/Sprechtheater), Hannes Wurm (Visuals); Produktion das Schaufenster in Koproduktion mit >> ImPulsTanz-Festival, >> Im_flieger mit Unterstützung von Stadt Wien / Kultur

>> zu den Biografien

Stadt Wien / Kultur

 

das Schaufenster

Das Schaufenster hat seinen Ursprung im Schauspielhaus Schaufenster, das in der Saison 2000/2001 unter der Intendanz Hans Gratzer und der künstlerischen Leitung von Hannes Wurm zweite Spielstätte des Schauspielhaus Wien war. Es wurde 2003 als freies Theater gegründet.

Das Schaufenster ist ein Raum der Kunstwelt, der durch eine transparente Grenze eines Fensters zum Geschehen außerhalb definiert ist. Durch die Grenze zwischen Kunst- und Lebenswelt, die sowohl visuell als auch akustisch durchlässig ist, entsteht ein Raum, in dem Kunst und Alltag einander beeinflussen und sich bedingen. Das Leben außerhalb der Bühne fließt in die Performance mit ein, die Vorstellung dringt hinaus in den Alltag. „Wo ein Fenster ist, da sickert zwangsläufig die Welt herein und die Kunst hinaus“ (Arthur C. Danto). Kunst wird in diesem Kontext als eine Möglichkeit gesehen, Wirklichkeit, also das Verhältnis zwischen dem Dasein des Einzelnen und seiner Welt, zu erfahren und zu erkennen.

Die Inszenierung im Schaufenster, als ein gemeinsamer Schaffensprozess der teilhabenden Akteur*innen verstanden, ermöglicht der Rezipient*in, sich im Ereignis der Vorstellung dem anzunähern und es direkt in Beziehung zu der Welt außerhalb zu setzen. Idee des Schaufensters ist es, Räume temporär zu nutzen. Das ist als ein Instrument zu verstehen, sich im politischen und gesellschaftlichen Diskurs hinsichtlich des Begriffs Diversität Raum zu nehmen und ihn Künstler*innen als Freiraum zur Verfügung zu stellen.