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© Barbara Kraus


Barbara Kraus macht ihre Lieblingsperformance

Do what you love and love what you do. Motivation und Herausforderung für die Lieblingsperformance von Barbara Kraus beruhen auf der Annahme, dass sich alles gerne und freiwillig ereignet, solange es nicht unter Druck gesetzt wird. Inwieweit dies im Kontext einer Tanzplattform möglich ist und produktiv gemacht werden kann, wird sich zeigen. Vielleicht hilft es so zu tanzen, als ob niemand zuschauen würde...

Die Lieblingsperformance beschäftigt sich mit der Potentialität des gegenwärtigen Moments in Bezug zu dem Kontext, in dem sie stattfindet, und ist deshalb fortwährender Veränderung unterworfen.

Was bisher geschah: (ein kleiner Einblick in die vielen Möglichkeiten der Lieblingsperformance)

Johnny besucht in Albanien eine Moschee und inszeniert mit den FestivalbesucherInnen einen Gruppentanz gegen die Kälte. Sethi verzweifelt ob der Hartnäckigkeit der Erdlinge an ihrem Unglück festzuhalten, während Iggy bei Impulstanz die Punkrevolte ausruft und sorgfältig gestylte Jeans von Armani dran glauben mussten. Nein, nicht seine eigenen, sondern die eines jungen Tänzers im Publikum, der darauf hin wutentbrannt Iggys Haarpracht fordert und nicht bekommt. An dieser Stelle besinnt sich Barbara Kraus auf das Potential von Performance für Transformation und Heilung und entwirft im Tanzquartier Wien während „(Precise) Woodstock of Thinking“ eine Zukunft, wo es vor allem um die Aussöhnung mit der Gegenwart gehen wird. Zur Untermauerung ihrer guten Absichten verteilt sie Rosen und selbstgemachte Süszigkeiten ans Publikum. Dieses ist gerührt und verzeiht ihr alle ihre bisherigen Performancesünden.

Die Lieblingsperformane nimmt inhaltlich Bezug zu dem Konzept des „organlosen" Körpers von Deleuze und Guattari, welches einen Körper beschreibt, der sich durch Transition und Mannigfaltigkeit jeglicher interpretatorischer Festschreibung entzieht. Auf ihm bewegen sich im ständigen Ablauf von Werden und Vergehen Intensitäten, Wellen, Vibrationen und Lüste, wodurch ein individuelles Ich nicht mehr festzumachen ist. Der organlose Körper ist eine unorganisierte Seinweise mit der Eigenschaft einer produktiven Matrix, auf dem sich vorübergehend Schichten von Organismus, Signifikanz und Subjektivierung ablagern können. So sind auch die ProtagonistInnen der Lieblingsperformance vorübergehend als Gestalt, Zeichen, Subjekt oder Konzept präsent und gleichzeitig undefinierbar bzw. abwesend, da sie sich ständig im Übergang befinden.

Konzept, Realisation, Performance >> Barbara Kraus
inhaltliche Zusammenarbeit mit eine einer und Jack Hauser
Licht Victor Duran
Projektleitung theater & kunst: das Schaufenster

Barbara Kraus dankt ihrer Familie, dem Brutteam, insbesondere Thomas und Marco und all ihren Freundinnen und Freunden, insbesondere fishy, jack, ida, viki, wolfgang, paul, laut Vereinbarung, milli, philipp, fritz, benjamin, friedl, ursula und ulrike für die liebevolle Unterstützung.

Eine Koproduktion von Barbara Kraus und >> brut Wien. Mit Unterstützung der >> Kulturabteilung der Stadt Wien.


bisherige Termine


>> Premiere / Barbara Kraus macht ihre Lieblingsperformance
>>
brut Künstlerhaus / Wien (A)
24.-26.1.2008 / 20 Uhr

>> Albania Dance Meeting 2008
Alexander Moisiu Theatre / Durres (AL)
Sa., 19.4.2008 / 12 Uhr
>> Impressionen

>> TANZKONKRET
>>
Orangerie Theater im Volksgarten / Köln (D)
So., 4.5.2008 / 20.30 Uhr
>> Impressionen

>> ImPulsTanz
>>
project space karlsplatz / Wien (A)
Mi., 30.7., und Sa., 2.8.2008 / 23 Uhr
>> Abendprogramm mit Gedanken zur Lieblingsperformance

(Precise) Woodstock of Thinking
>>
Tanzquartier Wien – Studios / Wien (A)
Fr., 19.9.2008 / 22.00 Uhr

>> Tanzplattform Österreich 2009
>>
Helmut List Halle / Graz (A)
Fr., 30.1.2009 / 22.30 Uhr
>> Programm